Philippika

Und wieder schlägt der Terror zu. Und wieder. Und wieder. Und wieder.

Und langsam bilden sich Reflexe aus: Trauer, Empörung, Mitgefühl, Schuldzuweisungen, politische Forderungen, Angst. Natürlich kann man auch darüber lästern, weil die Reaktionen dadurch vorhersagbar werden. Kaum knallt es irgendwo, schon dekorierst du deinen Avatar um, sonderst du deine Forderungen ab, weißt du schon vor der Polizei wer es war – und dergleichen.

Aber sind die Reflexe alle schlecht? Ist es nicht umgekehrt wichtig, im Umgang mit solchen Horrormeldungen eine gewisse Routine zu entwickeln, Rituale, die uns helfen, solche Mordanschläge emotional wie politisch abzuarbeiten? Wir können dabei von Israel lernen, das lange mit regelmäßigen Anschlägen zu kämpfen hatte – und seit neuestem auch wieder zu kämpfen hat. Aber was sind gute und richtige Reflexe, und welche sind vielleicht verständlich aber am Ende hinderlich und schädlich?

Folgende Punkte scheinen mir hilfreich.

  1. Trauer und Mitgefühl. Es ist sehr gute Sitte, unmittelbar…

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