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Spannende Zeiten. Politische Querelen, Giftgasanschläge, eine  amerikanische Gesundheitsreform, die an ihre Grenzen stößt, Überwachung, aber wahrscheinlich häufig an der falschen Stelle – muss ich mir ernsthaft Sorgen machen? Es geht nur noch um Positionierung, Profilierung und einen schönen Schein aufrechtzuerhalten. Nicht wer das tollste Konzept, was auch noch sinnvoll ist, steht gerade oben, sondern der, der die meisten Angst hat.

Wie ich mir die Gesundheitsversorgung der Zukunft und der Gegenwart vorstelle, habe ich des Öfteren angerissen. Wahrscheinlich könnte ich daraus auch einen 5 Punkte Plan erstellen. Als angehende zertifizierte Projektmanagerin mit Schwerpunkt Healthcare sowie ein wenig Managementerfahrung sollte dies kein Problem darstellen.

Ich weiß, wie es oben und unten aussieht. Ich weiß, wer zahlt und wer partizipiert. Ich weiß, dass die Forderungen eines Generationenausgleich wahrscheinlich berechtigt sind. Aber ganz ehrlich, mir werden grundlegende Dinge nicht berücksichtigt. Und ich glaube, dass, wenn man 3 Personen bzw. Faktoren außen vorlässt, das Problem gelöst wäre.

Ähnliche Gedanken machen sich viele andere Personen. Es werden Konzepte entwickelt – mHealth-Konzepte in Afrika, mit denen es möglich ist, die Menschen an wichtige Untersuchungen und Medikamenteneinnahmen zu erinnern. Das steht dann für ein Konzept und viele Leute schütteln den Kopf und fragen sich, warum es dann so schwer ist, das Konzept umzusetzen? Eine simple SMS an die Bevölkerung auf dem Land zu verschicken, dass kann doch nicht so schwer sein.

Auch Apps, der neue Hype. Da gibt es doch sicher eine App für. Würde man aber man sieben und die Spreu vom Weizen trennen, blieben wahrscheinlich nicht allzu viele Apps übrig, die einen wirklichen Mehrwert schaffen. Obwohl man sich sicherlich die Frage stellen muss, was erwarte ich von so einem kleinen Programm, dass man sich aufs Smartphone installiert? Zeitvertreib? Einen echten Mehrwert? Die Lösung für ein Problem? Meines Erachtens sollten Apps nur dann in den Verkehr gebracht werden, wenn sie einen echten Mehrwert bieten. Ansonsten landen sie, da nutzlos und auch noch energiefressend ganz schnell im „Papierkorb“.

Manchmal frage ich mich, wie viele unserer Ressourcen online bzw. digital gefressen, blockiert oder aber gar nicht abgerufen werden. Denken wir zu kompliziert oder sind wir einfach schon verblödet? Digital völlig überlagert. Da wird Wissen gelesen, einfach an aktuelle Probleme angedockt, ohne die Instanz, die das Wissen auf Relevanz prüft, einzuschalten. Das Problematische ist doch, dass jedes Problem anders ist, jeder ein anderes Problemlösepotential hat und ganz ehrlich, wir in keinster Weise wissen, was sich genau sich hinter der Information verbirgt.

Es kommen immer wieder Produkte auf den Markt, deren Mehrwert auf den ersten Blick überhaupt nicht zu erkennen ist. Man fast eine Art von Neurosenfindung durchlaufen muss, um den Mehr- bzw. Nutzwert zu erkennen. Damit meine ich sicher nicht Netzwerke wie Facebook, in der sich jemand die Weltherrschaft auf seine Weise sichert.  Aber ab und an frage ich mich, ob wir uns mit unseren Innovationen nicht Probleme schaffen, die Auswirkungen auf unser Leben haben, die wir noch in keinster Weise absehen können.

Was wäre unser Planet ohne den digitalen Wandel? Ich sehe eine saubere cleane Welt vor mir. Sauber, frisch, ich sehe ein italienisches Dörfchen, sehe Wäscheleinen auf denen frisch gewachsene Wäsche trocknet. Die Sonne scheint. Das Meer glitzert. Dieses Bild entsteht bei mir. Ein schönes Bild. Ich sehe das Meer, Delphine, die schwimmen, mit denen ich schwimme. Dieses Bild tut sich bei mir auf, wenn ich mich frage, was oder wo wären wir ohne Technologie. Sicher, die Technologie spielt auch dort eine Rolle, aber trotzdem verbinde ich Technologie nicht unbedingt mit Ruhe, sondern eher mit Unruhe, Geschwindigkeit und Dynamik. Letztere Dinge mag ich übrigens sehr gerne. Aber ich glaube auch, dass unser Gehirn mit dem Fortschritt ab und an überfordert ist.

Ganz ehrlich, ich ziehe ab und an den Stecker raus. Kümmere mich um  Gesundheit, um Essen und um gute Laune. Und definitiv nicht als Kompensation, sondern als Grundlage für Alles. Das ist das was mich antreibt. Ich vernetze mich gerne, rede lieber über Lösungen, als über Probleme und das nicht nur virtuell, sondern auch in der Realität eines Offline-Lebens. Denn schnell passiert es doch, das man sich in den Problemen verliert und die Lösung überhaupt nicht mehr vor Augen hat. Lösungen bzw. Lösungsansätze erhoffe ich mir auch im Oktober auf der World Health Summit 2013, die vom 19. – 22. Oktober in Berlin im Auswärtigen Amt stattfinden wird.

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Ich freue mich auf die Keynotes, Symposien, Workshops und Denkanstöße, die mich dann 3 Tage begleiten werden. Schwerpunkte dieses Jahr sind:

  • Forschung und Innovation
  • Bildung und Führung
  • Evidence zu Politik
  • Global Health for Development

Ich freue mich drauf. Wieder eine Gelegenheit, weltoffene, nette und gleichgesinnte Menschen zu treffen.

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