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GlückspostEigentlich weiß ich gar nicht so recht, was ich schreiben soll. Ich habe das Gefühl, dass heute ein wichtiger Tag gewesen ist. Ich war bei der Hämato-Onkologin.

Meine Angst im Vorfeld hatte ich mehr oder weniger erfolgreich verdrängt. Die Angst war ja ziemlich vertraut. Letztes Jahr, als ich von Untersuchungstermin zu Untersuchungstermin gelebt habe.

Immer wieder sorgenvoll auf die Untersuchungsergebnisse gerichtet. Angst, dass noch etwas Schlimmeres dazu kommt.

Damals habe ich mir gewünscht, wieder ein kleines Mädchen zu sein. Und neben mir meinen Papa, der mich an die Hand nimmt. Und mit mir zusammen die Untersuchungsergebnisse entgegen nimmt. Allein die Vorstellung hat mir geholfen. Soziale Netzwerke haben mich Tag und Nacht begleitet.

Und Männer mit Kindern wurden mir immer sympathischer. Die Assoziation war doch extrem groß. Ich habe mich irgendwie beschützt gefühlt.

Das Smartphone war im Krankenhaus dabei. Ich habe geschrieben, als ich auf die Knochenmarkspunktion gewartet habe, als ich danach auf meine Freundin Svea gewartet habem die mich aus dem Krankenhaus abgeholt hat. Ich habe aus der Radiologie getwittert, als ich die Bestrahlungen bekommen habe. Und es hatte alles den Anschein der Normalität. Ich bin froh, dass ich nicht die Nerven verloren habe.

Das was ich heute zurückbekommen habe, das hat mich geflashet. Richtig ungehaun. Um Gottes Willen.

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Rückblickend weiß ich wie viel Kraft es mich gekostet hat, nicht den Mut zu verlieren bzw. als ich ihn zwischendurch verloren habe, nicht aufzugeben und der Schwäche nicht nachzugeben. Sondern die Zähne zusammenzubeißen und den gefühlt bösen Energien, die mich umgaben, die Stirn zu bieten und nicht in die Knie zu gehen.

Ich bin so froh, dass ich aus diesem Chaos raus bin. Noch schöner ist das, was ich heute von meiner Ärztin gesagt bekommen habe.
“Leben Sie Ihr Leben frei von Verboten, frei von Geboten und nach keiner Ideologie. Machen Sie sich frei von Zwangsvorstellungen und der Angst, dass der Krebs wieder zurück kommt. Damit wurden schon ganze Völker manipuliert. Wenn Ihnen nach vegan ist, dann ernähren Sie sich vegan. Möchten Sie morgen gerne etwas Fleisch essen, dann ist das eben so. Sie sind weder fahnenflüchtig, noch inkonsequent. Essen Sie das, wonach ihnen ist. Und machen Sie auch sonst, wonach Ihnen ist.”

earphonesIch bin froh, dass ich diese Ärztin getroffen habe. Man macht sich ja doch seine Gedanken. Dem inneren Kritiker habe ich darauf hin eine Flug auf die Malediven gebucht, wo er dem inneren Schweinehund immer wieder aufs Neue erklärt, dass er ein riesengroßes Arschloch ist. Gott sei Dank werden die Beiden von ihm überwacht.

YEAH!!!