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Aus der Betrachtung heraus, dass über die klassischen Kommunikationskanäle längst nicht mehr alle Anspruchsgruppen erreicht werden können und innovatives Marketing cross-medial ausgerichtet werden sollte, kann Social Media als eine sehr gute Ergänzung im Marketing-Mix eines Krankenhauses betrachtet werden.

Patienteninformationen

Patienten sind heutzutage wesentlich aufgeklärter als nch vor einigen Jahren. Und dies nicht, in dem sie einen Arzt konsultieren, sondern indem sie sich im Internet informieren, Einrichtungen und das entsprechende Angebot recherchieren und vergleichen. Patientenbedürfnisse gibt es einige, so z.B.:

  • verständliche und individuelle Informationen und Aufklärung über Diagnose, notwendige Maßnahmen, den Heilungsprozess und die Prognose während des gesamten Klinikaufenthaltes
  • Eingehen und Diskussionsbereitschaft des medizinischen Personals auf „Laienwissen“
  • Freundlichkeit und Höflichkeit
  • Vertrauen in den Organisationsgrad des Krankenhauses
  • Qualität der für Patienten beurteilbaren Faktoren (z.B. Einrichtungen, Komfort, Sauberkeit, Mahlzeiten, etc.)
  • Beurteilungs- und Beschwerdemanagement

Erfahrungen werden diskutiert und häufig nicht mehr nur dem Nachbarn oder dem Apotheker mitgeteilt, sondern im Internet verbreitet. Auf Social Media Plattformen und Kanälen wie Twitter, Facebook oder Blogs werden Krankheiten, Ärzten und Therapien diskutiert und ausgetauscht. Eine Sondergruppe nehmen die chronisch Erkrankten ein, die sich auf speziellen Plattformen wie z.B. „Patients like me“ ein, die dort nach Leidensgefährten suchen, um sich gegenseitig zu unterstützen.

Proaktives Herangehen ist natürlich immer noch besser, als einfach nur auf Gegebenheiten zu reagieren. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen können via Social Media die gewünschten bzw. benötigten Informationen sehr gut transportieren, sich weg von der klassischen Einwegkommunikation hin zu einem offenen Dialog öffnen.

Kommunikation der Fachexpertise

Fast jedes Krankenhaus hat einen ganz bestimmten Behandlungsschwerpunkt. Manche haben sich auf Nischen konzentriert und woanders praktiziert ein Chefarzt, der eine Koryphäe auf seinem Fachgebiet ist. Das sind Informationen, die viele interessieren. Gerade wenn man erkrankt und auf die bestmögliche Hilfe, die höchste Spezialisierung angewiesen ist, werden sich die meisten Patienten kaum davon abbringen lassen, sich genau in dieses Krankenhaus einweisen zu lassen. Auch hier bieten soziale Netzwerke Möglichketen, um diese Expertise nach draussen zu kommunizieren, um einen gewissen Bekanntheitsgrad zu bekommen. Fachärzte einer Klinik können wissenschaftlich fundierte, aber trotzdem zielgruppengerecht aufbereitete Beiträge veröffentlichen und als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. So kann eine Klinik überregional Patienten ansprechen, auf sich aufmerksam machen und sich einen Expertenstatus erarbeiten.

 

 

 

Mithilfe von Social Media Tools und in der Präsenz in sozialen Netzwerken bieten sich Krankenhäusern also die Chance, sich einer breiten Öffentlichkeit zu öffnen und neue Kundensegmente zu erreichen und sich innovativ und dialogorientiert zu präsentieren.  Es reicht aber nicht, einfach nur Links zu posten, ein Video zu veröffentlichen oder eine Imagebroschüre zu hinterlegen.

Die Informationen sollten informativ und tagesaktuell sein und einen Mehrwert für die unterschiedlichen Gruppen bieten. Damit können die Leser in ihren Einstellungen beeinflusst werden – das natürlich positiv, wie auch negativ. Der offene Dialog – der Gesprächsbereitschaft signalisiert, wird aber in den meisten Fällen sehr gut angenommen. Das kann reputationsfördernd wirken und das Image der Klinik positiv beeinflussen.

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