Schlagwörter

, , , ,

Sind auch Sie ein ePatient?  Wenn sie Informationen zu Gesundheitsthemen online abrufen, dann gehören auch Sie zu der immer grösser werdenden Gruppe an Menschen, die in Ergänzung zu den klassischen Informationsmedien auch im Internet nach Informationen über Krankheiten und Behandlungsmethoden suchen.

Bereits 80% der Internetnutzer informieren sich online zu Gesundheitsthemen und die Suche nach Gesundheitsinformationen ist inzwischen einer der häufigsten Gründe für die Verwendung des Internets überhaupt. 1,2

Dies trifft in ganz besonderem Maße auf Menschen zu, die mit einer chronischen Erkrankung leben: sie sind besonders aktiv auf der Suche nach Informationen im Internet und lassen sich in Ihren gesundheitsbezogenen Entscheidungen von den Ergebnissen Ihrer Suche beeinflussen. 3

Neben der Informationssuche hat auch die Kommunikation über Gesundheitsthemen im Internet rasant zugenommen. Plattformen wie beispielsweise die amerikanische Webseite ‚Patients Like Me‘ zählen bereits über 100.000 Nutzer,  die sich online von Patient zu Patient über Gesundheitsthemen austauschen.

Die Online-Kommunikation dient zumeist dazu, Experten zu finden, verschiedene Behandlungsoptionen miteinander zu vergleichen und Informationen mit Personen zu teilen, die erst kürzlich dieselben Erfahrungen gemacht haben. 1

Wie Studien ergeben haben, zieht ein signifikanter Teil der Internetnutzer eine Online-Kommunikation über Gesundheitsthemen einem direkten Kontakt inzwischen sogar vor. 4

Überall da, wo Menschen in den Mittelpunkt rücken und Kommunikation gefördert werden soll, kann der Gesundheitsbereich von Technologien aus dem „Mitmach Web“, dem Web 2.0, profitieren. Web 2.0 bietet viele Funktionen, die das Teilen, Mitteilen, Diskutieren und Austauschen fördern, wie beispielsweise Blogs oder Microblogs, Video- oder Bildmaterial, Wikis, Veranstaltungen, Gruppen oder Projekte.

Dabei geht es nicht darum, den realen Kontakt von Arzt und Patient einzuschränken oder zu ersetzen, sondern darum, den klassischen Kommunikationswegen weitere Kanäle ergänzend zur Seite zu stellen und die neue Generation des ePatient mit seinem Bedürfnis nach Information wahrzunehmen.

Web 2.0 Technologien erlauben, die personenzentrierte Kommunikation in den Mittelpunkt zu stellen. Patient und Arzt können sich auf einer neuen Ebene begegnen – online oder offline, je nachdem, welches Medium sich zum gegebenen Zeitpunkt am besten eignet.

_______________________________________

Gastbeitrag von Dr. med. Heike Unverhau, Head of eHealth der Just Software AG, die auf der diesjährigen MEDICA in Düsseldorf die Social Software Suite Just Connect for Health vorstellen wird.

Quellenangabe:

1= Fox, Susannah. Online Health Search 2006. Washington, DC: Pew Internet & American Life Project, October 29, 2006.

2 = Horrigane & Rainie, 2006 aus Gesundheit und Neue Medien, Springer, 2009

3= Fox, Susannah. E-patients With a Disability or Chronic Disease. Washington, DC: Pew Internet &

American Life Project, October 8, 2007

4 = Beckjord, Rutten, Squiers, Aron, Volkmann, Moser&Hesse, 2007 aus Gesundheit und Neue Medien, Springer, 2009

 

Advertisements