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Vor einigen Wochen ging Google + als neues „google-eigenes“ Netzwerk an den Start und kann inzwischen mehr als 20 Millionen aktive Nutzer verzeichnen. Schnell hat sich die Frage gestellt, ob es sich um einen ernstzunehmenden Konkurrenten für Facebook handelt.

In einer Befragung von 6.237 Personen haben sich 50% (3.091 Personen) der Befragten dahingehend geäußert, Facebook zugunsten von Google + verlassen, 21% (1.303 Personen) sind noch unentschlossen, da sie noch nicht abschätzen können, ob sich Google + durchsetzen wird. 12% (733 Personen) war es noch nicht möglich, Google + beizutreten und 11% (682 Personen) haben dieses Netzwerk abgelehnt und 7% empfinden (482 Personen) als unersetzlich.

Worin besteht der Unterschied zu anderen sozialen Netzwerken?

Auf den ersten Blick wirkt Google + sehr aufgeräumt und klar strukturiert. Das Ziel: einfache und weltweite Vernetzung sollte kein größeres Problem darstellen, allerdings stellt sich die Frage, in wie vielen Netzwerken man bereits aktiv ist und welchen Ziel man mit seinen Aktivitäten verfolgt.

Es leistet mehr als Twitter, ist aber deutlich abgespeckter als Facebook.

Das Menü ist links angeordnet und bietet einige Filtermöglichkeiten, es gibt Freundeslisten, Empfehlungen und weitere Anwendungen rechts. Der Nachrichtenstrom, ähnlich wie die Twitter-Timeline befindet sich in der Mitte. Dort sind die Statusnachrichten, Fotos und Videos sichtbar und die Medlungen der Freunde lesbar. Diese können kommentiert und bewertet werden.

Erstellen Sie ein persönliches Profil

Das erste was man benötigt, ist ein persönliches Profil.  Google plus hat noch keine Business-Profile zur Verfügung gestellt, aber es ist trotzdem möglich, eine Vielzahl von Funktionen zu nutzen. So ist es ebenfalls möglich bzw. wie in einem sozialen Netzwerk üblich, sich mit Personen, die man bereits kennt zu verbinden und in Kontakt zu bleiben.

Auch ist es möglich, Personen einem Circle (   zuzuordnen, Ihnen aber nicht direkt zu folgen. Das entspricht in etwa den Twitterlisten

Relevante Feature

Google hat eine Art Leitfaden erstellt, um sein neues Netzwerk zu verstehen und sich mit den einzelnen Feature vertraut zu machen. Die Nutzung erklärt sich aber von selbst – Learning by doing – ist immer noch der beste Weg. Es gibt auch eine Art Nachschlage werk, und zwar handelt es sich dabei um eine Art collaborativ erstelltes Nachschlagewerk, in welchem Tipps und Tricks abgelegt worden sind. Diese helfen dabei, sich noch besser mit dem sozialen Netzwerk vertraut zu machen.

Circle

Das Teilen von Inhalten kann man über Circle selektieren. Circle sind Kreise, in denen man Freunde, Familienmitglieder, Arbeitskollegen oder Kunden einteilen kann.

Man kann sich beliebig viel Circle erstellen und diesen entweder Themenkreise oder Kategorien zuordnen und seine Freund dort „einquartieren“.

Ein interessantes Beispiel zum Thema Autismus habe ich auf dem Blog „Autism and Father Point of View“ gefunden. Hier wurde ein Beispiel für die Autism-Community aufgeführt und Circle nach folgenden Kategorien gebildet:

1. Autism
1.1 Autism Parents
1.2 Has Autism
1.3 Autism Advocates
1.4 Autism Charities
1.4.1 Autism Speaks
1.4.2 National Autism Association
1.4.3 Autism Society
1.4.4 Autisable.com

Auf das Beispiel Diabetes bezogen, könnten Personen folgenden Circle zugeordnet werden. 

Beim Veröffentlichen von Statusmeldungen und Fotos kann dann entschieden werden, wem diese Informationen zur Verfügung gestellt werden. Dadurch ist es ebenfalls möglich, in den Statusmeldungen von bestimmten Personengruppen Einblick zu gewinnen und sich so einen News-Feed zu erstellen.

Sparks

Mithilfe von Sparks wiederum ist es möglich, aktuelle Themen und Interessensgebiete zu filtern und weitere Informationen zur Verfügung zu stellen. Durch die Kommentierungsfunktion ist es ebenfalls möglich, Diskussionen anzustoßen.

Durch die Sharing-Funktion lässt sich eine ähnlich große Reichweite erreichen, wie bei der Listenfunktion bei Twitter.

Hangouts

Hangout ist ein browserbasierter Videochat, bei dem man mit bis zu 10 Personen chatten kann. Notwendig ist hierfür eine Webcam.

In medizinischen Zusammenhängen ist es z.B. möglich, Patienten eine Möglichkeit zum interaktiven Austausch zu geben, so z.B.:

  • Fragen zu stellen
  • Support zu geben
  • mit medizinischem Fachpersonal auszutauschen
  • Telefonsprechstunde mit dem Hausarzt
  • Fachgespräche mit Kollegen

Mobiles Internet

Google + ist ebenfalls als App erhältlich. Dort gibt es das Feature „Sofort-Upload“, mit dem man aufgenommene Bilder sofort auf die Plattform laden und veröffentlichen kann.

Huddle

Mithilfe dieses Services verschmelzen mehrere SMS-Unterhaltungen zu einem einzigen Gruppenchat.

Nachteil ist bisher, dass es für Unternehmen noch nicht möglich ist eigene Seiten oder Fanpages einzurichten.

Ich bin gespannt, wie sich dieses Netzwerk weiterentwickeln wird.

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